Portfolio Teams 2017/18

Mit unserem Projekt Land der Kulturen möchten wir Münchnern die Möglichkeit geben, die Perspektive zu wechseln und in eine andere Welt einzutauchen. Im Rahmen unserer interaktiven Ausstellung können sie an der Erfahrung teilhaben, sich in einer neuen und fremden Umgebung zurecht zu finden. Wir wollen einen ehrlichen und offenen Einblick in verschiedene Kulturen vermitteln.

  • Wie fühlt es sich an, wenn man die Sprache und Regeln einer Kultur nicht versteht?
  • Wie fühlt es sich an, wenn man seine Identität verloren hat; seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben darf und seinen sozialen Status eingebüßt hat?
  • Wie orientiert man sich ohne ein Verständnis für die Schrift?
  • Wie verhält man sich in einer unbekannten und unverständlichen Umgebung?

Die Idee entstand aus dem Gedanken heraus, dass wir Geflüchtete aus ihrer passiven Rolle in unserer Gesellschaft herausholen wollen. Sie können, sollen und wollen eigenständig, kreativ und vor allem selbstverantwortlich arbeiten und aktiv in die interkulturelle Völkerverständigung eingebunden werden. Denn Verständigung ist keine Einbahnstraße.

Aus ihrem persönlichen kulturellen Hintergrund und Kontext werden deshalb die Projektinhalte von Geflüchteten für Münchner entwickelt. Ein Perspektivwechsel und der willkommene Rollentausch finden so bereits in der Projektentwicklung statt. Die Akteure und Experten sind die Geflüchteten, die Teilnehmer sind Münchner aller Couleur.

Die Teilnehmer begeben sich auf einen interaktiven Parcours durch das Land der Kulturen, und sollen dabei verschiedene Aufgaben/Rätsel/Herausforderungen lösen. Wie kommuniziere ich meine Wünsche und Bedürfnisse, wenn selbst Handys nur fremde Zeichen zeigen? Wie finde ich dann zum Beispiel die Uhrzeit heraus? Oder wann habe ich Geburtstag, wenn die Kalender auf einer anderen Zeitrechnung basieren? Wie orientiere ich mich ohne Schrift und Sprache? Welche zwischenmenschlichen Regeln sollte ich einhalten? Wer bin ich?

Sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede werden hierbei thematisiert. Es ist unser Land der Kulturen, in dem wir alle leben.

Projektteam: Nadja Maki, Christine Stenzer, Laura Franke, Louay Sakr, Mahmoud Almabrouk, Mohammad Bahaya, Wasim Summakeih 

Träger: wirWerk gGmbH, https://wir-werk.org/

 

 

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Leider wird das Projekt derzeit nicht weitergeführt, weshalb sich das Projektteam entschlossen hat, das Engagement bei Lichterkette#Nextlevel zu beenden.

“Refugees on Rails” ist eine Initiative die Programmierkurse für Geflüchtete anbietet. Wir möchten auf diese Art und Weise den Neuankömmlingen die Integration in den deutschen Arbeitsmarkt ermöglichen.

Zurzeit gibt es in Deutschland Zehntausende von unbesetzten Arbeitsplätzen im IT-Bereich. Für Geflüchtete ist es aber sehr teuer, umständlich und langwierig über traditionelle Wege Programmieren zu lernen. Deshalb bieten wir eine Alternative an. In kleinen Gruppen lernen die Schüler/innen bei uns über vier Monate hinweg, und unter Anleitung von erfahrenen Mentoren/innen, mit Ruby on Rails Web Applikationen zu bauen. Die Schüler/innen müssen hierfür über kein Vorwissen verfügen. Wir kümmern uns darum einen Kurs samt Unterrichtsräumen, Laptops, Mentoren/innen und einem auf Anfänger zugeschnittenen Lehrplan zur Verfügung zu stellen.

Ruby ist eine Programmiersprache die auch für Menschen ohne Vorkenntnisse schnell zu erlernen ist. Mit Ruby on Rails können die Schüler/innen dann ganze Web Applikationen selbst bauen. In der IT-Branche gibt es noch viel Bedarf für Programmierer/innen die sich mit Ruby (on Rails) auskennen. Deshalb hoffen wir, mit Hilfe unseres Programmierkurses, so viele Geflüchtete wie möglich in den Arbeitsmarkt zu integrieren in dem wir ihnen die nötigen Fähigkeiten mitgeben die sie in der IT-Branche benötigen werden.

Projektteam: Samaa Kanani, Pau Fabregat

http://munich.refugeesonrails.org/

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Gemeinwohlwohnen ist ein gemeinnütziger Verein, der sich in der Stadt München für ein besseres Zusammenleben einsetzt.

Wir sind Student*innen und professionelle Pflegekräfte, die Toleranz und Solidarität leben wollen. Wir sind Menschen mit Behinderung, die nicht fremdverwaltet, sondern selbstbestimmt ihr Leben gestalten wollen. Wir sind Menschen mit Migrationshintergrund, die gemeinsam – über alle kulturellen und religiösen Unterschiede hinweg – Brücken bauen wollen.

Bis 2021 werden wir ein selbstverwaltetes, inklusives Wohnprojekt in Haidhausen umsetzen, in dem Menschen mit und ohne Behinderung, deutscher und ausländischer Herkunft, geflüchtete und heimische Menschen zusammenleben und sich im Alltag gegenseitig unterstützen. Neben der Gründung unseres Wohnprojektes organisieren wir interkulturelle, inklusive Veranstaltungen und Workshops, mit dem Ziel die gesellschaftlichen Probleme Ausgrenzung, Diskriminierung und Wohnungsnot verstärkt ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen.

Projektansprechpartner: Samuel Flach

http://gemeinwohlwohnen.de/

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Unsere Vision ist es, in den nächsten fünf Jahren deutschlandweit jedem Geflüchteten eine Schulung über die deutschen kulturellen Werte, den Alltag in Deutschland und die deutsche Arbeitskultur zu ermöglichen. Deutschlandweit gibt es aktuell keine vergleichbaren interkulturellen Trainingsmaßnahmen für Geflüchtete.

Problematisch an der Situation ist vor allem, dass zum Beispiel geflohene Frauen mit Kindern, aber auch Männer im mittleren Alter Anfangsschwierigkeiten in Deutschland haben, weil es zu wenig Unterstützung für diese Zielgruppen gibt. Frauen mit Kindern arbeiten zumeist nicht oder leben in einem Umfeld, in dem sie wenig der deutschen Kultur mitbekommen. Sie benötigen mehr Zeit, um die Sprache zu lernen und sich in Deutschland „angekommen“ zu fühlen.

Durch unsere Trainings werden die Teilnehmer geschult, haben ein größeres Verständnis für kulturelles Anderssein und lernen, ihre eigene Kultur zu reflektieren. Zudem herrscht so mehr Akzeptanz gegenüber subjektiv wahrgenommenen kulturellen Unstimmigkeiten. Für ein sinnvolles Miteinander in Deutschland brauchen wir den Kontakt zwischen allen Menschen, die hier leben – egal woher sie kommen oder wie lange sie bleiben. Um Vorurteile abzubauen, Ängste in Erstaunen oder Verständnis umzuwandeln, brauchen wir interkulturelle Bildungsmaßnahmen. Dadurch erfahren Geflüchtete Orientierungshilfe für ihren Start in Deutschland.

Projektansprechpartnerin : Julia Halm

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Die MünchnerMachbarn sind eine offene Einladung an alle Aktiven, Maker, Idealisten/innen, Vereine und Initiativen der Münchner Nachhaltigkeitsszene.

Wir wollen all diejenigen verbinden, die sich sozial, lokal, ökologisch und kreativ engagieren – für eine bunte, nachhaltige und vielfältige Stadt!

Es gibt viele herausragende Ideen in München, sei es zur Flüchtlingshilfe, für die Transformation zu einer nachhaltigeren Stadt oder zu einem besseren Miteinander im Großen und Kleinen. Manchmal fehlt allerdings der Überblick, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu sehen und gemeinsam zu wirken. Wir versuchen, diese Lücke zu füllen, um gemeinsam sichtbarer und besser wirksam werden zu können, indem wir eine analoge und digitale Infrastruktur bereitstellen.

Daher organisieren wir regelmäßig große Vernetzungstreffen und kleinere Stammtische für alle Vereine, Akteure/innen und Initiativen der Stadt, bei denen sie sich kennenlernen und untereinander vernetzen können. Zudem entwickeln wir eine Webplattform, die die Vernetzung mittels verschiedener Komponenten erleichtern soll:

  • Initiativenliste mit Informationen über alle Organisationen, Vereine, Kampagnen und Akteure der Stadt
  • Kalender für alle Termine auf einen Blick
  • Stadtkarte – alle Orte der Nachhaltigkeit versammelt
  • Newsletter, der auf dem Laufenden hält
  • Projektunterstützung

Diese Dienstleistungen richten sich gleichermaßen an bestehende Initiativen der Stadt und an neugierige und engagierte BürgerInnen.

Den Begriff Initiativen fassen wir sehr weit: Sowohl große und etablierte Organisationen als auch kleine Vereine, temporäre Kampagnen oder Gruppen ohne Rechtsform zählen dazu. Eine juristische Person ist also keine Voraussetzung.

Projektteam: Lisa Löhr, Claudia Schindler, Heiner Leitl, Vicky Kornherr, Christian Hampel, Thomas Schwab, Tomas Langhorst, Oskar Hallensleben

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Die KulturVERSTRICKUNGEN sind in München zwischenzeitlich bekannt wie ihre bunten Schals….

Handarbeiten verbindet Menschen, macht Spaß, ist Kreativ und ist für uns der Faden den wir den Menschen geben, um sich im Leben (neu) zu orientieren…

Die Neu-Münchner mit den Alt-Eingesessenen verstricken, Jung und Alt. Vorurteile abbauen und Integration mit Nadel und Faden….

Bei der „rollenden Nähstube“ kommen wir „dort“ hin. Also in Unterkünfte, Schulen, Altenheime, Freizeitheime, Sozialbürgerhäuser, Nachbarschaftstreffs, etc. Denn z.B. gibt es ja nur noch in der Grundschule Handarbeitsunterricht, was wir sehr Schade finden und das Selbermachen die Individualität fördert.

Unter Anderem auch Vorurteile abbauen. Asylsuchenden die Möglichkeit der Integration zu geben. Ein buntes fröhliches Miteinander zu bewirken. Und dabei dient Handarbeiten wunderbar !

Projektansprechpartnerin: Agnes Maria Forsthofer

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Leider wird das Projekt derzeit nicht weitergeführt, weshalb sich das Projektteam entschlossen hat, das Engagement bei Lichterkette#Nextlevel zu beenden.

Gemeinschaftsgärten als Orte interkultureller Verständigung

Unsere Vision ist es an mehreren Orten in München Flächen für grüne Oasen im grauurbanen Raum zu schaffen, in denen interkulturelle Freundschaft und Wertschätzung in der Präsenz der Natur wachsen und Früchte tragen können.
Wir nehmen uns das weltweit bewährte Konzept von Gemeinschaftsgärten zum Vorbild, da diese Experimentierräume für ein gutes Leben in der Stadt bilden. Gemeinschaftsgärten wohnt eine ungezwungene Atmosphäre inne, die das Leben urteilsfrei bejaht. Wir wollen, dass unsere Gärten dauerhaft Wurzeln schlagen und Orte des interkulturellen Lernens, des Ankommens und der Offenheit schaffen. Mindestens 1/3 der Beetflächen ist für Mitbürger mit Fluchterfahrung (insbesondere Familien) vorgesehen. Das Projekt arbeitet mit naheliegenden  Unterkünften und Einrichtungen der Flüchtlingshilfe zusammen und baut langfristige Kooperationen auf.

Bildung & Nachhaltigkeit
Die entstehenden Nutzergemeinschaften legen Wert auf Nachhaltigkeit und umweltschonende Produktion, aber auch ein bewusster Umgang mit der Natur und den landwirtschaftlichen Erzeugnissen spielt eine Rolle. Monatliche Angebote aus Workshops, Vorträgen und interaktiven Aktionen zu Pflanzen, Gärtnern und Handwerk, sowie Erlebnis-Angebote für Kinder und Jugendliche, befähigen die Nutzer in ihrem  Umgang mit Pflanzen und Erde und tragen über das Projekt hinaus zu einem größeren Bewusstsein und Verständnis in Begegnung mit der Natur und unsere Verantwortung als Mensch bei.

Projektteam: Emanuel Eitle, Katrin Siebeck, Florian Mayr, Joshua Berg, Julia Leinweber, Anna Jung

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