Unsere Vision ist es, in den nächsten fünf Jahren deutschlandweit jedem Geflüchteten eine Schulung über die deutschen kulturellen Werte, den Alltag in Deutschland und die deutsche Arbeitskultur zu ermöglichen. Deutschlandweit gibt es aktuell keine vergleichbaren interkulturellen Trainingsmaßnahmen für Geflüchtete.

Problematisch an der Situation ist vor allem, dass zum Beispiel geflohene Frauen mit Kindern, aber auch Männer im mittleren Alter Anfangsschwierigkeiten in Deutschland haben, weil es zu wenig Unterstützung für diese Zielgruppen gibt. Frauen mit Kindern arbeiten zumeist nicht oder leben in einem Umfeld, in dem sie wenig der deutschen Kultur mitbekommen. Sie benötigen mehr Zeit, um die Sprache zu lernen und sich in Deutschland „angekommen“ zu fühlen.

Durch unsere Trainings werden die Teilnehmer geschult, haben ein größeres Verständnis für kulturelles Anderssein und lernen, ihre eigene Kultur zu reflektieren. Zudem herrscht so mehr Akzeptanz gegenüber subjektiv wahrgenommenen kulturellen Unstimmigkeiten. Für ein sinnvolles Miteinander in Deutschland brauchen wir den Kontakt zwischen allen Menschen, die hier leben – egal woher sie kommen oder wie lange sie bleiben. Um Vorurteile abzubauen, Ängste in Erstaunen oder Verständnis umzuwandeln, brauchen wir interkulturelle Bildungsmaßnahmen. Dadurch erfahren Geflüchtete Orientierungshilfe für ihren Start in Deutschland.

Projektansprechpartnerin : Julia Halm