Mit unserem Projekt Land der Kulturen möchten wir Münchnern die Möglichkeit geben, die Perspektive zu wechseln und in eine andere Welt einzutauchen. Im Rahmen unserer interaktiven Ausstellung können sie an der Erfahrung teilhaben, sich in einer neuen und fremden Umgebung zurecht zu finden. Wir wollen einen ehrlichen und offenen Einblick in verschiedene Kulturen vermitteln.

  • Wie fühlt es sich an, wenn man die Sprache und Regeln einer Kultur nicht versteht?
  • Wie fühlt es sich an, wenn man seine Identität verloren hat; seinen erlernten Beruf nicht mehr ausüben darf und seinen sozialen Status eingebüßt hat?
  • Wie orientiert man sich ohne ein Verständnis für die Schrift?
  • Wie verhält man sich in einer unbekannten und unverständlichen Umgebung?

Die Idee entstand aus dem Gedanken heraus, dass wir Geflüchtete aus ihrer passiven Rolle in unserer Gesellschaft herausholen wollen. Sie können, sollen und wollen eigenständig, kreativ und vor allem selbstverantwortlich arbeiten und aktiv in die interkulturelle Völkerverständigung eingebunden werden. Denn Verständigung ist keine Einbahnstraße.

Aus ihrem persönlichen kulturellen Hintergrund und Kontext werden deshalb die Projektinhalte von Geflüchteten für Münchner entwickelt. Ein Perspektivwechsel und der willkommene Rollentausch finden so bereits in der Projektentwicklung statt. Die Akteure und Experten sind die Geflüchteten, die Teilnehmer sind Münchner aller Couleur.

Die Teilnehmer begeben sich auf einen interaktiven Parcours durch das Land der Kulturen, und sollen dabei verschiedene Aufgaben/Rätsel/Herausforderungen lösen. Wie kommuniziere ich meine Wünsche und Bedürfnisse, wenn selbst Handys nur fremde Zeichen zeigen? Wie finde ich dann zum Beispiel die Uhrzeit heraus? Oder wann habe ich Geburtstag, wenn die Kalender auf einer anderen Zeitrechnung basieren? Wie orientiere ich mich ohne Schrift und Sprache? Welche zwischenmenschlichen Regeln sollte ich einhalten? Wer bin ich?

Sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede werden hierbei thematisiert. Es ist unser Land der Kulturen, in dem wir alle leben.

Projektteam: Nadja Maki, Christine Stenzer, Laura Franke, Louay Sakr, Mahmoud Almabrouk, Mohammad Bahaya, Wasim Summakeih 

Träger: wirWerk gGmbH, https://wir-werk.org/